Was Sie tun können, wenn Ihr Kind sich nicht die Zähne putzen möchte

Mutter und Kind putzen sich zusammen die Zähne

Für die Zahngesundheit von Kindern ist es sehr wichtig, auch die Milchzähne von Beginn an regelmäßig zu putzen. Nur stellt dies viele Eltern vor eine Herausforderung, denn Kinder finden Zähneputzen für gewöhnlich ziemlich langweilig und haben wenig Lust dazu. Im folgenden Erfahren Sie Tipps, wie Sie Ihren Kindern das Putzen einfach näher bringen können.

Die Basis ist die Routine

Kinder benötigen geregelte Tagesabläufe und Routinen, denn ein geregelter Ablauf schafft ein Gefühl von Sicherheit. Das Zähneputzen sollte ein fester Bestandteil der Morgen- und Abendroutine sein. Die Reihenfolge sollte klar und beständig sein. Abends beispielsweise: Waschen, Schlafanzug anziehen, Zähneputzen, Geschichte vorlesen, Gute Nacht sagen. Somit gehört es zum morgendlichen sowie abendlichen Ritual und die Kinder sind sich der Reihenfolge bewusst. Das Vorgehen beim Zähneputzen selbst sollte ebenfalls einer Routine folgen. Das Putzen nach dem KAI-Prinzip ist hierbei empfehlenswert [So putzt Ihr Kind sich richtig die Zähne]. Am besten lassen Sie Ihre Kinder die Zähne im Sitzen putzen, das vereinfacht es die 3 Minuten durchzuhalten.

Eltern sollten ein Vorbild sein

Eltern sind auch in diesem Fall ein Vorbild und Kinder adaptieren die Verhaltensweisen ihrer Eltern leichter als andere. Darum sollten Sie mit gutem Beispiel vorangehen und Ihren Kindern zeigen, dass auch Sie sich jeden Morgen und Abend die Zähne putzen. Dadurch sind Kinder meistens eher bereit, das Gleiche zu tun. Beispielsweise morgens bietet es sich an, das Zahnputzritual gemeinsam durchzuführen.

Gestalten Sie das Putzen der Zähne spielerisch

Es gibt viele Möglichkeiten das Zähneputzen spielerisch zu gestalten und somit die Aufmerksamkeit des Kindes zu bekommen. Personalisieren Sie Zähne und Zahnbelag. Zum Beispiel: Die Zähne benötigen Hilfe und müssen vor dem Zahnteufel oder den Zahnmonstern gerettet werden.

Eine andere Strategie ist, die Aufmerksamkeit des Kindes während des Putzens auf etwas anderes zu lenken, sodass es einfach nebenbei passiert. Erzählen Sie beispielsweise von einem Tagesereignis und lenken die Aufmerksamkeit auf bekannte Personen, Tiere, Orte oder Spielsachen. Allgemein haben Abwechslung und Spaß beim Zähneputzen einen positiven Effekt. Lassen Sie Ihr Kind die Zahnbürste und auch Zahnpasta aus Ihrer Vorauswahl aussuchen, somit wird es aktiv beteiligt.

Zähneputzen sollte ein positives Ereignis sein

Verzichten Sie in jedem Fall auf Drohungen, besonders in Bezug auf Schmerzen und Zahnarztbesuche. Sätze wie: Wer seine Zähne nicht putzt, bekommt Löcher und dann muss der Zahnarzt bohren. Die negative Formulierung hat negative Auswirkungen zur Folge. Darum ist es wichtig, dass Zähneputzen als ein positives Ereignis zu gestalten. Erklären Sie Ihrem Kinder lieber, das Zähne jeden Tag durch die Nahrung dreckig werden und sie darum geputzt werden wollen. So wie andere Dinge wie, Kleidung oder Haare eben auch.

Für Kinder muss das Zähneputzen ein fester und positiver Bestandteil des Alltags sein, von dem sie wissen, dass jeder es macht. Vermeiden Sie in jedem Fall negative Aussagen, auch in Bezug auf einen Zahnarztbesuch. Sonst besteht die Gefahr, dort vor dem nächsten Problem zu stehen. Seien Sie kreativ und gestalten das Zähneputzen spielerisch und abwechslungsreich.

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